Jamuna Mirjam Zweifel

Von 2019 bis 2023 arbeitete Jamuna mit dem Zürcher Kollektiv The Field zusammen, das eng mit dem Tanzhaus Zürich kooperiert. Mit The Field entwickelte Jamuna mehrere Kurzstücke und experimentielle Formate, die auf Festivals in der Schweiz und im Ausland gezeigt wurden. In Zusammenarbeit mit The Field performte Jamuna in Werken von Meg Stuart, Isabel Lewis und Simone Aughterlony und sammelte wertvolle Erfahrungen in kollektiver Arbeit und Ko-Choreografie. Dieser Erfahrungsschatz wirkt in ihre eigene künstlerische Signatur ein. Neben der Entwicklung von Kurzstücken und interdisziplinären Forschungen, präsentierte Jamuna verschiedene Solostücke (Digging Holes & Sailing Salt, Encapsulation, Voices from the Ground, Layers). Zuletzt entwickelte Jamuna ihre eigene erste abendfüllende Produktion Holes mit fünf Tänzer:innen, in Zusammenarbeit mit der französischen Klangkünstlerin Léa Jullien (Tropical Vegas). Holes hatte im Juni 2024 Premiere im Theater am Gleis in Winterthur, Schweiz und wurde im Kunstmuseum Solothurn an der Kantonalen Jahresausstellung 2024 präsentiert. Zudem gründete sie das Kollektiv Zookunft.Project, welches von 2020-2025 aktiv war. 2019 erhielt Jamuna den Kulturförderpreis des Kantons Solothurn, Schweiz. Im selben Jahr schloss sie ihre Ausbildung an der HF ZUB in Zürich, Schweiz, erfolgreich ab. Im Sommer 2023 erhielt sie ein Vollstipendium von Pro Helvetia für das DanceWEB-Programm beim internationalen Tanzfestival ImPulsTanz in Wien. Sie war ausserdem Preisträgerin des Azeiger Kulturförderpreis 2017. Jamuna lebt derzeit in Zürich und arbeitet in verschiedenen Rollen für das internationale Breaking Festival Breakthrough. Sie setzt sich zudem vermehrt für Vernetzung und Communityarbeit in der Zürcher Tänzer:innen Szene ein und entwirft Formate wie Interdisciplinary Cyphering, Fake Parkour, Brücki Movie Night oder neu die Experimental Open Practice. Jamuna erhält 2025 den Förderpreis des Kantons Zürich und das Atelierstipendium Paris 2026 vom Kanton Solothurn

 

Stundenbeschrieb

Seit einiger Zeit benutzt Jamuna die Frage, wo endet der Körper und wo beginnt die Welt? als Ausgangspunkt für Praktiken und die Entwicklung neuer Fragen. Als Tänzerin, Choreografin und Bewegungsforscherin beschäftigt sie sich mit dem Thema, wie wir als menschliches Wesen Informationen verdauen und umwandeln können. Ein grosses Anliegen von Jamuna ist es dabei  auch, nicht-menschliche Akteur:innen in künstlerischen Prozessen mitzudenken. Ihr Training besteht aus unterschiedlichen Konzepten und Techniken aus zeitgenössischen Sprachen und Street Styles wie Popping und Breaking. Insbesondere recherchiert sie stetig am Experimental Stil und offeriert jeweils an Dienstag Abenden die Experimental Open Practice in der Brücki235, Zürich. Kollektive Prozesse sind zudem oft Themen, die Jamuna künstlerisch erforscht und in ihren Trainings mit einflechtet.

 

Mehr über Jamuna: www.dshamuna.com

Instagram: dshamuna